Laufband oder Crosstrainer?

veröffentlicht am 29. Juni 2017 in Allgemein, Crosstrainer von

Sicherlich kann niemand pauschal festlegen, ob nun ein Crosstrainer, oder aber ein Laufband das geeignetste Sportgerät für Zuhause ist. Hier unterscheiden sich beide Sportgeräte zu sehr in Sachen Anwendung und Auswirkung. Und hätten beide Geräte nicht ihre Berechtigung auf dem Fitnessmarkt, so würden wir uns diese Frage gar nicht erst stellen müssen. Um eine klare Entscheidung treffen zu können, müssen wir uns zunächst die Vor- und Nachteile beider Geräte ansehen und verstehen, welche Funktionen sie haben.

Das Laufband Vor- und Nachteile

Die Vorteile eines Laufbandes liegen eigentlich klar auf der Hand, man muss ja nicht einmal das Haus verlassen, um effektiv zu trainieren. Zu jeder Jahreszeit und auch im Fitnessstudio kann trainiert werden. Viele Läufer haben nämlich eine Abneigung und nur wenig Motivation, im Freien zu Joggen. Dies kann mehrere Gründe haben, weshalb sich die Anschaffung eines eigenen Laufbandes durchaus lohnt.

Beim Laufen muss also keinen Pfützen ausgewichen werden und auch den Verkehr braucht man nicht berücksichtigen. Auch die Trainingssteuerung kann ziemlich gut kontrolliert und überwacht werden, moderne Geräte besitzen sogar eine Pulsuhr. Als weiteren Vorteil kann man noch die Temporegulierung und Steigung erwähnen. Auch die Herzfrequenz kann man derweilen ablesen.

Allerdings, um auf die Nachteile zu kommen, sind viele Bänder nicht sehr breit und das Verletzungsrisiko ist größer. Mittlerweile sind die Laufbänder jedoch mit höchsten Sicherheitsstandards konzipiert, sodass kaum noch etwas Schlimmes passiert. Wer sich allerdings am Griff festhält, der verfälscht die Angaben.

Die Leistungen auf dem Laufband können ohnehin nicht mit denen der Natur verglichen werden, denn in Sachen Koordination und Muskelbelastung wird weniger Arbeit geleistet, als in freier Umgebung. Auch ist das sture Laufen auf dem Band oft langweilig und monoton, vor dem Fernseher oder mit entsprechender Musik kann es aber wieder Spaß machen.

Der Crosstrainer Vor- und Nachteile

Ein Crosstrainer trainiert überwiegend und ziemlich verstärkt die Arm- und Oberkörpermuskulatur. Auch die Beine werden mit bestimmten Übungen verstärkt belastet. Das Training verbrennt dementsprechend auch viele Kalorien und bis zu 900 in einer Stunde, wodurch es zum Abnehmen geeignet ist. Da auch das Training mit dem Crosstrainer monoton und langweilig sein kann, darf auch das Training mit Musik und Fernsehen untermalen werden. Kontrollierte Trainingssequenzen sind auch hier möglich und auch das Tempo kann man anpassen. Trainiert wird ebenfalls wann und wo man möchte, Passanten auf dem Weg oder der Verkehr fällt nicht ins Gewicht.

Wer mit einem Crosstrainer trainiert, der kann leider auch viel verkehrt machen, denn der Körper muss beim Training immer gerade gehalten werden. Der Oberkörper neigt sich dabei leicht nach vorne. Wer von dieser Haltung abweicht, der kann Probleme und vor allem Muskelkater bekommen. Auch die Beinbewegungen müssen erst erlernt werden, ehe die Arm- und Beinkoordination klappt und das Training zu einer einheitlichen Bewegung wird.

Welches Fitnessgerät ist das Beste?

Fakt ist also, dass das Training mit einem Crosstrainer zwar effektiver ist, dafür aber auch anstrengender und belastender. Auch muss eine bestimmte Haltung immer eingehalten werden, was ein wenig Konzentration erforderlich macht. Ein Laufband ist zwar hingegen weniger effektiv, dafür kann man während dem Joggen nicht allzu viel verkehrt machen. Wichtig ist natürlich immer, dass man sein persönliches Training abwechslungsreich gestaltet und nicht täglich immer wieder die gleichen Abläufe durchboxt.

Denn dann ist der Körper in der Lage, seinen Energiebedarf herunterzufahren und sich anzupassen. So verliert man bei gleichbleibendem Training im Laufe der Zeit weniger Kalorien. Wer sich einen Crosstrainer zulegt, der kann mit Joggen in der Natur ausgleichen, andersherum eignet sich ein Laufband, wenn man seine Muskulatur mit anderen Übungen trainiert. Spezielle Trainings mit dem eigenen Körpergewicht benötigen keine hohen Ausgaben und können nur mit Hilfe einer Matte, auch in der Wohnung durchgeführt werden.

Es gibt also kein bestes Fitnessgerät, sondern nur eines, welches genau zum jeweiligen Trainingsprogramm passt.

Mechanische Laufbänder oder Laufbänder mit Elektromotor?

Wer sich Gedanken über die Anschaffung eines Laufbandes macht, der wird sich vermutlich die Frage stellen, welche Art von Laufband das sinnvollste oder bessere ist. So gibt es moderne elektrische Laufbänder, und ebenso zeitgemäße mechanische Varianten. Und wie das im Leben bei den meisten Dingen so ist, gibt es auf beiden Seiten Vor- und Nachteile zu verzeichnen. Um eine richtige Entscheidung treffen zu können, sollte man die wichtigsten Unterschiede kennen und sich über die Vorteile, bzw. die Nachteile, im Klaren sein.

Unterschiede zwischen elektrischen und mechanischen Laufbändern

Die Unterschiede werden eigentlich schon beim Verlauten der Bezeichnungen klar. Die elektrischen Laufbänder besitzen für den Antrieb einen Motor, die mechanischen werden per Muskelkraft und Bewegung angetrieben. Allerdings gibt es natürlich noch weitere Unterschiede, welche für Entscheidung später eine Rolle spielen.

Mechanische Laufbänder müssen während der Nutzung natürlich in sämtlichen Belangen manuell bedient werden, also auch, wenn man die Neigungen oder Steigungen variieren möchte. Ohne Elektrik kann man hier nicht per Knopfdruck die Neigung während dem Laufen einstellen, sondern muss sein Training dafür unterbrechen. Elektrische Laufbänder besitzen daher den großen Vorteil, dass die Anzahl der verschiedenen Programme der Steigungen oder Neigungen per Display eingestellt werden können. Auch Vorprogrammierungen sind möglich, welche gespeichert werden können und auf Abruf bereit stehen.

Freies Laufen ist bei elektrischen Laufbändern eine einfache Angelegenheit. Bei den mechanischen Varianten kommt es auf die eigene Kraft an, denn dann muss das Band durch die Antriebskraft und Vorwärtsbewegung angeschoben werden. Auch kann man sich bei einem mechanischen Laufband nicht einfach am Handlauf festhalten, da man ja die Kraft in den Beinen benötigt.

Der große Vorteil in den mechanischen Varianten ist aber, dass die Beinmuskulatur extra beansprucht wird, was einen größeren Trainingseffekt mit sich bringt. Allerdings lässt sich per Beinmuskulatur nur eine bestimmte Geschwindigkeit erreichen, je nach Modell nicht schneller als 20 km/h. Soll heißen, dass der Läufer die volle Kontrolle über das Gerät und die Geschwindigkeit behält, während er sie bei der elektrischen Variante abgibt. Elektrische Laufbänder besitzen dafür aber einen Sicherheitsschalter, der im Notfall gedrückt werden kann.

Dann stoppt das Laufband direkt und auch bei einem Sturz kommt es nicht zu zusätzlich unnötigen Verletzungen. Selbstverständlich ist das Laufen auf einem mechanischen Laufband viel anstrengender und vielleicht ein wenig effektiver.

Argumente für ein mechanisches Laufband

Das für viele wohl größte Argument für ein mechanisches Laufband ist der Anschaffungspreis. Dieser liegt oft mehrere hundert Euro unter den Preisen von elektrischen Laufbändern. Gebraucht sind die meisten mechanischen Laufbänder für oft unter 100 Euro zu bekommen.

Ein weiterer Vorteil für das mechanische Laufband ist natürlich auch der Stromverbrauch des Gerätes, denn es gibt ihn nicht. Auch hier werden Kosten gespart. Ebenso positiv zu bewerten ist der Trainingseffekt für die Muskeln der, wie vorhin erwähnt, stärker durch die eigene Krafteinwirkung wird. Ebenso ist die Kontrolle über das Laufband und die Geschwindigkeit ein Vorteil, wobei aber elektrische Laufbänder in Sachen Sicherheit und Kontrolle, den mechanischen Geräten in nichts nachstehen. Ein mechanisches Laufband ist wesentlich einfacher zu bedienen.

Argumente für ein elektrisches Laufband

Elektrische Laufbänder kosten zwar ein wenig mehr und verbrauchen ein wenig Strom, allerdings ist die variable Trainingsgeschwindigkeit und die Vielfalt der verschiedenen Programme ein Vorteil. Mit geringem Kraftaufwand können so höhere Geschwindigkeiten erreicht werden und auch die Intensität kann leicht variieren.

Welches Laufband passt zu mir?

Für welches Laufband man sich letztendlich entscheidet, bleibt einem selbst überlassen. Sicherlich spielt auch die Häufigkeit des Trainings eine Rolle, denn wer nur ab und an, einmal pro Monat oder weniger auf dem Laufband steht, der muss keine hunderte Euro für ein höchst technisches Gerät ausgeben. Gleiches gilt natürlich umgekehrt, denn wer täglich oder mehrmals wöchentlich ernstzunehmend trainiert, der wird mit einem billigen, mechanischen Laufband unglücklich. Laufbänder ohne Motor und mit mechanischem Antrieb sind für all diejenigen sinnvoll, die leichtes Joggen oder Walken möchten, um sich fit zu halten.

Vor allem ältere Personen oder Menschen mit einem hohen Gewicht, können mit einem solchen Gerät in die Welt des Sports eintauchen. Wer hohe Geschwindigkeiten laufen möchte und lange Strecken zurück legen will, der braucht beinahe ein elektrisches Laufband. So können individuelle Trainingsprogramme besser zusammen gestellt werden.

Fazit: Das perfekte Laufband gibt es nicht, denn die Frage nach dem Besten Trainings- oder Sportgerät kann man immer nur selbst beantworten. Beide Trainingsgeräte, ob mechanisch oder elektrisch, haben ihre Vor- und Nachteile. Fakt ist aber auch, dass moderne Laufbänder kaum noch einen manuellen Antrieb besitzen. Das beste Lauftraining findet ohnehin in freier Natur statt, wo Neigungen, Hindernisse und unebene Wege ganz normal dazu gehören und Muskeln und Sehnen individuell beanspruchen. Für regnerische Tage oder im Winter sind die elektrischen Laufbänder für Sportler ideale Alternativen.

 


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