Fettstoffwechseltraining – gewusst wie!

veröffentlicht am 30. September 2018 in Allgemein von
Fahrradfaher auf Straße

Das sogenannte Fettstoffwechseltraining ist ganz besonders für alle Menschen geeignet, welche ihr Körperfett effektiv als Energiequelle während des Trainings nutzen möchten. Mit der Hilfe von Ausdauertrainings wird der Fettstoffwechsel aktiviert und in Schwung gebracht. Dieses Vorgehen hilft beim Abnehmen, also der Reduzierung der Fettdepots im Körper.

Wie funktioniert der Fettstoffwechsel?

Über die alltägliche Aufnahme von Nahrung wird der menschliche Organismus mit Kohlenhydraten, Eiweißen und Fetten versorgt. Kohlenhydrate und Fett dienen dem Körper primär als Energieträger, welche die Leistung beeinflussen können. Die energiereichen Phosphate sind die Substanz, welche diese Umwandlung in potenzielle Energie initial auslöst und Muskelarbeit sowie die Arbeit von sämtlichen lebenswichtigen Organen überhaupt ermöglicht. In den Muskeln werden die Phosphate gespeichert; genügen dort allerdings gerade einmal für maximal zwei Sekunden Muskelarbeit. Danach müssen sie erneut umgewandelt werden.

Die Gewinnung von Energie aus freien Fettsäuren und Glukose erfolgt ebenfalls in den Muskelzellen, welche wie ein körpereigenes Kraftwerk funktionieren. Fettsäuren werden aerob, also unter dem Verbrauch von Sauerstoff, zu Wasser bzw. Kohlendioxid abgebaut. Damit der Körper effektiv arbeiten kann, zum Beispiel während eines Marathons, genügt die so gewonnene Energie aus dem Unterhautfettgewebe. Bei einer sehr hohen Belastungsintensität wird die Grenze überschritten, bis zu welcher diese Art der Energiegewinnung ausreicht. Wenn diese Grenze zum aeroben Stoffwechsel überschritten wird, gewinnt der Stoffwechsel mit der Hilfe von Laktat an Bedeutung.

Was bedeutet der Begriff Fettstoffwechseltraining konkret?

Wer Fettstoffwechseltraining betreibt, der erhöht das aerobe Leistungspotenzial seines Körpers. Die Folge: Mehr freie Fettsäuren stehen zur Verfügung. Wird das Leistungsniveau konstant hoch gehalten, werden mehr Fettsäuren verstoffwechselt und die Muskelzellen passen sich entsprechend an. Die Mitochondrien in den Muskeln vergrößern sich und verarbeiten unter der Zufuhr von ausreichend Sauerstoff mehr Fett und Glukose. Eine solche Anpassung findet allerdings erst nach einigen Wochen regelmäßigen Trainings statt.

Diese Trainings regen den Fettstoffwechsel an

Training auf nüchternen Magen am frühen Morgen hilft effektiv, den Fettstoffwechsel in Schwung zu bringen. Wer vor allem in der kalten Jahreszeit zur frühen Stunde nicht aus dem Haus gehen möchte, für den eignet sich das regelmäßige Training auf Laufbändern oder Ergometern. Aufgrund der konstanten Belastung und der Möglichkeit, die Geräte präzise einzustellen, ist diese Trainingsform generell sehr gut für das Fettstoffwechseltraining geeignet.

Die Intensität der Belastung hängt von den individuellen Voraussetzungen ab. Ausschlaggebend sind vor allem die körperliche Konstitution sowie der aktuelle Trainingsstand. Wer sich gleich zu Anfang überfordert, kann seinem Körper schaden und außerdem schnell die Lust am Training verlieren. Intensives Ausdauertraining ist trotzdem notwendig, um den Fettstoffwechsel in Gang zu bringen. Aus diesem Grund sollten Anfänger zuerst ihren allgemeinen körperlichen Zustand und vor allem ihre Fitness optimieren, bevor sie mit einem intensiven Training beginnen.

Zu einem effektiven Training gehört auch eine kohlenhydratarme Ernährung, welche die Verbrennung von zusätzlichem Fett ankurbelt. Lange, extensive Belastungen sollten auf dem Plan stehen, wenn der Fettstoffwechsel angeregt werden soll. Laufen, Schwimmen und Radfahren eignen sich ganz besonders. Die Belastung soll gleichmäßig hoch sein, das bedeutet, dass weder Sprints noch besondere Steigungen oder andere Varianten vorkommen sollten. Je öfter und regelmäßiger auf diese Weise trainiert wird, desto eher wird Fett verbrannt. Außerdem sollte das Training entsprechend gesteigert werden, wenn sich die körperliche Kondition verbessert und die bisherigen Anforderungen den Organismus nicht mehr voll auslasten.

 


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