Abnehmen mit dem Laufband

veröffentlicht am 4. März 2016 in Allgemein von

Abnehmen mit dem Crosstrainer oder dem Laufband?

Beinahe die Hälfte der Deutschen (45 %) wollen laut Umfrageergebnissen abnehmen. Dabei haben mit 51 % wesentlich mehr Frauen als Männer diesen Wunsch. Der erste Schritt ist getan, indem Sie ihre Lebensgewohnheiten ändern. Dazu gehört natürlich die körperliche Betätigung. Der menschliche Körper ist einfach nicht dafür gemacht, 8 Stunden im Büro zu sitzen und den Rest des Tages auf der Coach zu chillen.

Wollen sie Ihren Abnehmplan zu Hause umsetzen, bieten sich Heimtrainer wie Crosstrainer oder Laufbänder an. Um die Entscheidung zu vereinfachen, wurden viele Argumente für beide Geräte zusammengetragen. Dabei wurden die Vor- und Nachteile aufgezeigt.

Unterschiede zwischen Laufband und Crosstrainer

Oft ist eine Frage der Kosten aber auch der Trainingsziele, welche der beiden Gerätetypen gekauft werden. Vor dem Kauf eines Laufbands oder Crosstrainers, sollten daher alle Argumente gut abgewogen werden.

Bei beiden Geräten weichen die Bewegungsabläufe deutlich voneinander ab. Ähnlich den Trainingsbedingungen im Freien sind die Bewegungen auf dem Laufband. Lediglich die Bedingungen des Bodens sind anders. Zudem muss der Läufer darauf achten, dass er die Lauffläche nicht verlässt.

Durch qualitativ hochwertige Geräte, die stoßgedämpft sind, stellt dies keine Schwierigkeit dar. Handelt es sich um ein elektrisches Laufband, sind sogar die Haltung der Arme und die Abrolltechnik der Füße fast identisch eines Trainings ohne Geräte. Wichtig ist nur, dass eine Steigung von 10% eingestellt wird, ansonsten ist das Laufen auf dem Laufband deutlich leichter als das Laufen im Freien. Es kommt durchaus oft vor, dass sich Läufer auf dem Laufband auf einen Marathon vorbereiten und dann beim Wettkampf überrascht sind, wie viel anstrengender das Laufen auf Asphalt ist.

Etwas weniger natürlich sind die Bewegungen auf einem Crosstrainer. Vereint sind hierbei das Fahrradfahren, das Walken und das Gehen. Während des Trainings werden die Arme ständig miteinbezogen. Die Füße verbleiben die gesamte Zeit auf den dafür vorgesehenen Fußbrettern. Somit wird verhindert, dass es zu einer Stoßwirkung kommt. Die Gelenke werden geschont und mehr Muskelgruppen trainiert. Daher eignen sich Crosstrainer besser für Leute die Abnehmen oder ihre Gelenke schonen wollen.

Argumente für die Nutzung eines Laufbandes

  • Bewegungen sind sehr natürlich
  • Koordinationsarbeit kaum erforderlich
  • Trainingsverlagerung von drinnen nach außen spontan möglich
  • Wettkampfvorbereitung kann optimiert werden

Argumente für die Nutzung eines Crosstrainers

  • Gelenkschonend
  • Menschen, die etwas schwerer sind, können es gut nutzen
  • Muskelsystem wird ganzheitlich beansprucht
  • Handhabung ist einfach
  • Verletzungsrisiko ist gering
  • Programmvielfalt erhöht den Spaß

Höherer Kalorienverbrauch – Laufband versus Crosstrainer

Zum Teil ist es eine Frage der Trainingsmethode: Werden die Arme bei der Nutzung des Crosstrainers eingesetzt kann der Energieverbrauch erheblich gesteigert werden. Das liegt an der Beanspruchung des gesamten Muskelsystems,

Da auf einem Corsstrainer bis zu 900 Kalorien pro Stunde erreicht werden können, übertrifft der Crosstrainer eindeutig das Laufband. Der Sauerstoffverbrauch hängt mit der Masse der Muskeln, die beim Training eingesetzt werden, zusammen. Dadurch wird die Verbrennung von Kalorien maximiert. Bleiben die Arme beim Lauf mit dem Crosstrainer außen vor, ist der Kalorienverbrauch wiederum beim Laufband höher.

Der dauerhafte Erfolg ist vor allem von zwei Punkten abhängig. Zum Ersten sollte das Training Spaß machen, damit es dauerhaft durchgeführt wird. Welcher der vorgestellten Heimtrainer genutzt wird, ist reine Geschmackssache. So kann es der Crosstrainer, das Laufband, oder auch der Fahrrad-Heimtrainer sein.

Das Training darf nicht zu einer Qual werden, so bleibt man am längsten dabei. Zum Zweiten ist es die optimale Belastung des Körpers. Am besten lässt sich der Trainingserfolg durch das Ablesen der Pulsfrequenz einschätzen. Diese kann sowohl beim Laufband als auch beim Crosstrainer abgelesen werden. Manche Geräte haben als Zubehör einen Brustgurt in der Lieferung dabei. Stimmt die Pulsfrequenz und ist die Trainingsdauer angemessen, können gute Erfolge erzielt werden.

Optimierung der Fettverbrennung

© Halfpoint

Dauerhafte Erfolge können durch ein Ausdauertraining erreicht werden: Das betrifft sowohl die Gewichtsreduktion als auch die Stärkung der Kondition. Im Gegensatz zu kurzen Trainingseinheiten, die mit maximaler Kraft ausgeübt werden, sind die längeren Trainingseinheiten wesentlich effektiver für die Fettverbrennung.

Empfohlen wird daher für alle Heimtrainer mindestens 3 x pro Woche 30 bis 60 Minuten zu trainieren. Einige werden zu Beginn keine 30 Minuten absolvieren können. Sie sollten zunächst die Zeit nach und nach steigern. Erst dann sollte an der Intensität des Trainings etwas verändert werden.

Also können Einstellungen, wie die Geschwindigkeit und der Widerstand beim Trainingsplan, anschließend folgen. Hier zeigt sich, wie wichtig es ist, dass ein Heimtrainer mit einer Anzeige der Pulsfrequenz gewählt wird. Diese sollte ständig etwa 65 % vom Maximalwert betragen. So kann man davon ausgehen, dass für die Fettverbrennung optimale Bedingungen im Körper vorherrschend sind.

Faustformel

Es wurde zur Vereinfachung eine Faustformel entwickelt, die folgendermaßen lautet:

220 minus dem Lebensalter in Jahren ergibt die maximale Pulsfrequenz in Schlägen in der Minute.

  • Beispielrechnung:

Für eine Person im Alter von 45 Jahren würde nach dieser Faustformel es bedeuten, das der maximale Puls 175 Pulsschläge in der Minute beträgt. Allerdings sind für eine optimale Fettverbrennung, die durch ein Ausdauertraining erreicht wird, 114 Pulsschläge in der Minute zu empfehlen. Zu beachten ist der Energieverbrauch pro Trainingseinheit. Um effektiv zu sein, sollte der Verbrauch von 250 kcal nicht unterschritten werden.

Abwechslungsreiches Training

Ein effektives Arbeiten des menschlichen Körpers liegt in der Natur. Ständig wiederkehrende Abläufe und Bewegungen haben nach einer gewissen Zeit nicht mehr die Wirkung wie zu Beginn des Trainings. Demzufolge ist es für das Abnehmen kontraproduktiv, immer die selbe Trainingsroutine durchzuführen.

Ein ständiger Wechsel der Übungen bezüglich der Intensität, der Einheiten und den Bewegungen, bringt schon eher den gewünschten Erfolg. Das Laufbandtraining sollte deshalb mit verschiedenen Übungen ergänzt werden. Hierfür bieten sich die Hanteln oder nur einfache Sit-Ups an.

Für beide Vorschläge sind kaum weitere Anschaffungen nötig. Da es den meisten Läufern nicht möglich sein wird zwischen dem mechanischen und dem elektrischen Laufband zu wechseln sollte er nach anderen Ausgleichsmöglichkeiten suchen.

In vielen „Heim-Fitnessstudios“ stehen außerdem mehrere verschiedene Heimtrainer. So könnte ein Wechsel zwischen dem Laufband und dem Crosstrainer in Betracht kommen. Durch diesen Wechsel der Übungen bleiben sie von Anfang bis Ende sehr effektiv. Der Körper hat weniger Chancen sich an die Bewegungen zu gewöhnen.

Weitere Infos zum Abnehmen mit dem Laufband oder Crosstrainer

Unstrittig ist, dass der menschliche Körper in der Lage ist, sich an dauerhaften Belastungen anzupassen. Diese Tatsache führt dazu, dass für die gleichen Bewegungen im Laufe der Zeit weniger Energie verbraucht wird. Bei gleichbleibenden Belastungen, vor allem beim Training, auf demselben Gerät oder bei den gleichen Übungen, wird dieses nach einigen Monaten nicht mehr so effizient sein.

Um den kontraproduktiven Gewöhnungseffekt beim Abnehmen entgegenzuwirken, ist Folgendes zu beachten:

  • Bewegungsart variieren

Crosstrainer-Nutzer sollten zwischendurch mal eine Runde Joggen gehen. Laufband-Nutzer könnten zwischendurch ein paar Einheiten Seilspringen einbauen

  • Trainingsplan erstellen

Für den Crosstrainer und auch das Laufband sollte es sich abwechslungsreich gestalten. Die Übungen und Belastungen sollten sich nach einer gewissen Zeit ändern, sodass ein Intervall entsteht. Die Pausen zwischen dem Training sollten auch unterschiedlich sein. Das Muskelsystem ist damit nicht fortwährend den gleichen Belastungen ausgesetzt.

Heimtrainer sind für Menschen, die ihr Gewicht reduzieren wollen und Sportler, die auch in der schlechten Jahreszeit nichts an ihrer Form einbüßen wollen, die perfekte Alternative. Pauschale Aussagen, ob es der Crosstrainer, das Laufband, der Fahrrad-Heimtrainer oder der Ergometer, am effektivsten sind, können hier nicht getroffen werden.

Anhand der vorgestellten Geräte, deren Eigenschaften mit allen ihren Vor-und Nachteilen, sollte die Entscheidung doch erleichtert worden sein. Im Fokus sollten der Zweck des Kaufs und der gesundheitliche Aspekt stehen. Bei Menschen mit gesundheitlichen Problemen und älteren Personen ist vor dem Kauf eines Heimtrainers der Rat des Arztes einzuholen.

Foto © © gpointstudio


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